Keeping Company
JITTER
Tanz-Show
(BE/Brüssel)
Freitag: 17:00, 21:00 Uhr
Samstag: 17:00, 21:00 Uhr
Dauer: 30 Minuten
︎ Marktplatz
Bei ihrer Show Jitter gibt es nur eines zu tun: Sich mitreißen lassen. Der Schwung der Musik lässt alles auf der Bühne durch die Luft fliegen – die Tanzschritte, die Akrobatik und sogar die Kleidung. Getragen voneinander und vom Rhythmus wird diese Hommage an den Swing von zwei Zirkuskünstler*innen inszeniert, die ihre Liebe zum Tanz ganz unverhohlen mit dem Publikum teilen – als Vorführung und jeweils am Abend auch in einer Workshop-Session zum Mitmachen.
Lindy Hop ist ein Swing-Tanz, der in den 1920er Jahren von Schwarzen Tänzer*innen in Harlem, New York, entwickelt wurde. In einer Zeit, die von Rassentrennung und Unterdrückung geprägt war, wurde er zu einem Ausdruck von Freiheit und bleibt bis heute eng mit seinem Schwarzen kulturellen Erbe verbunden. Später wurde der Tanz auch von weißen Tänzer*innen übernommen und adaptiert. Keeping Company ist es wichtig zu betonen, dass sie sich der Problematik der kulturellen Aneignung bewusst sind und diese Tanz- und Kunstform nicht unreflektiert für sich nutzen. Vor diesem Hintergrund verweist der Titel “Jitter” bewusst auf die Geschichte des Tanzes: Der Begriff geht auf “Jitterbug” (Zitter-Wanze) zurück, eine Bezeichnung für weiße Tänzer*innen, die Lindy Hop tanzten. Zugleich steht “Jitter” für Albernheit und Unvollkommenheit, Qualitäten, die auch den Arbeitsprozess der Gruppe prägen.
Einfache Sprache: Bei der Show Jitter gibt es nur eins zu tun: sich mitreißen lassen. Die Musik hat viel Schwung. Sie lässt alles auf der Bühne durch die Luft fliegen. Die Tanzschritte, die Akrobatik und sogar die Kleidung. Ein Zirkus Künstler und eine Zirkus Künstlerin tragen sich gegenseitig und lassen sich vom Rhythmus tragen. Sie teilen ihre Liebe zum Tanz offen mit dem Publikum. Es gibt eine Vorführung zum Zuschauen. Und am Abend einen Workshop zum Mitmachen. Mehr dazu steht in einem eigenen Text.
Lindy Hop ist ein Swing-Tanz. Er wurde in den 1920er Jahren im Stadtteil Harlem in New York erfunden. Schwarze Tänzerinnen und Tänzer haben ihn entwickelt. Damals herrschte in den USA Rassentrennung und Unterdrückung. Für Schwarze Menschen war der Tanz ein Ausdruck von Freiheit. Lindy Hop gehört fest zur Kultur Schwarzer Menschen dazu. Später lernten auch weiße Menschen diesen Tanz. Sie veränderten ihn dabei. Keeping Company möchte deutlich machen: Sie kennen die Probleme von kultureller Aneignung und setzen sich bewusst damit auseinander. Kulturelle Aneignung bedeutet, dass Menschen Dinge aus einer anderen Kultur nehmen. Sie achten nicht auf den Ursprung oder die Bedeutung. Sie denken nicht an die Geschichte dahinter. Der Titel Jitter erinnert deshalb absichtlich an die Geschichte des Tanzes. Das Wort kommt von Jitterbug (Zitter-Wanze). So nannte man früher weiße Menschen, die Lindy Hop tanzten. Jitter bedeutet für Keeping Company aber auch Albernheit oder Unvollkommenheit. Diese Eigenschaften sind der Gruppe bei ihrer Arbeit sehr wichtig.
With Jitter, there is only one thing to do: let yourself be swept away. Driven by the energy of the music, everything on stage seems to take flight – the dance moves, the acrobatics and even the costumes. Carried by each other and by the rhythm, two circus artists celebrate their love of swing in a joyful performance that they openly share with the audience. In addition to the show, they invite everyone to join an interactive Lindy Hop workshop each evening (see separate text).
Lindy Hop is a swing dance that was developed by Black dancers in Harlem, New York, during the 1920s. In an era marked by racial segregation and oppression, it became a powerful expression of freedom and remains deeply rooted in its Black cultural heritage. The dance was later adopted and adapted by white dancers. Keeping Company considers it important to acknowledge the issues surrounding cultural appropriation and does not engage with this dance and art form without critical reflection. Against this backdrop, the title Jitter deliberately references the dance’s history: it derives from the term “Jitterbug”, a nickname once used for white dancers performing Lindy Hop. At the same time, jitter also evokes playfulness, imperfection and a touch of silliness – qualities that are central to the company’s creative process.
www.the-keepingcompany.com



















